Kapelle St. Jakobus Reichenbach

Die Reichenbacher Kapelle steht östlich des Dorfes in leicht ansteigendem Gelände, umrahmt von Wiesen und einem wilden Kirschbaum. Die Kapelle wurde 1540 über der ursprünglich spätgotischen Umfassungsmauer in der heutigen Form erbaut. Das Meisterzeichen mit Jahreszahl hat sich im gotischen Dachstuhl erhalten, ebenso eine Glocke aus dieser Zeit.

Die heutige kostbare Ausstattung entstammt verschiedenen Jahrhunderten. Mittelpunkt der Kapelle ist der herrliche Schreinaltar mit der Jahreszahl 1495 und den Figuren aus Ulmer und Memminger Werkstätten. Die ehemalige Rückwand mit dem Tafelbild Marientod hängt im südl. Langhaus.
Der Kirchenpatron, Jakobus der Ältere, ist über dem südlichen Seitenaltar in der Rundbogennische zu sehen. Zu seinen Füßen wird das wohl ältere Modell der Kapelle Reichenbach vermutet. Im Kirchengang sind drei Kreuze eingelassen, welche auf einen Ausgangspunkt für Jakobspilgerreisen nach Santiago de Compostela in Spanien hinweisen.

Im Jahr 1995 feierte die Dorfgemeinde Reichenbach "500 Jahre Strigel-Altar" mit einem großen Kappel-Fest, das gleichzeitig auch der Startschuss für einen Spendenaufruf zur dringend notwendigen Außen-Sanierung wurde. Im Herbst 1997 wurden die Renovierungsarbeiten an der Außenfassade abgeschlossen und die Kapelle St. Jakobus erstrahlt seither in neuem Glanz.

Im Sommer 2007 wurde die dringend erforderliche Innenrenovierung durchgeführt und die wertvolle Ausstattung der Kapelle erstrahlt in einem gebührenden Rahmen. Ein ist wieder ein bedeutendes Kleinod geworden, auf das die Reichenbacher stolz sein können.

In der Kapelle finden monatliche Gottesdienste statt. Die Kurseelsorge Oberstdorf bietet Wanderungen zur Kapelle mit Führung und Besinnung an.